{"id":59,"date":"2021-03-09T14:29:06","date_gmt":"2021-03-09T14:29:06","guid":{"rendered":"http:\/\/ev-kita-selters-muenster.de\/?page_id=59"},"modified":"2023-05-12T09:22:00","modified_gmt":"2023-05-12T09:22:00","slug":"integration","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ev-kita-selters-muenster.de\/?page_id=59","title":{"rendered":"Integration"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Der Begriff \u201eInklusion\u201c kommt aus dem Lateinischen und bedeutet \u201eEinbeziehung, Einschluss, Dazugeh\u00f6rigkeit\u201c. Inklusion statt lediglich Integration (lat. etwas zu einem Ganzen zusammenf\u00fcgen) sieht im Kern das seit M\u00e4rz 2009 geltende \u00dcbereinkommen der Vereinten Nationen \u00fcber die Rechte von Menschen mit Behinderungen vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Ein Grundsatz des christlichen Glaubens ist es, jeden anzunehmen, wie er ist. Gesunde und k\u00f6rperlich, geistig oder seelisch beeintr\u00e4chtigte Kinder sollen in der Gemeinschaft aufwachsen, sich gegenseitig kennen lernen, verstehen und helfen lernen und ihr Leben gemeinsam gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">In unserer Kindertagesst\u00e4tte ist es daher m\u00f6glich, Kinder mit Behinderung oder von Behinderung bedrohte Kinder aufzunehmen. Diese Kinder haben einen erh\u00f6hten Betreuungsbedarf. Eltern und p\u00e4dagogischen Fachkr\u00e4fte, denen ein solcher erh\u00f6hter Bedarf auff\u00e4llt, stellen gemeinsam einen Antrag f\u00fcr eine Integrationsma\u00dfnahme (Rahmenvereinbarungen Integrationsplatz des Landes Hessen).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-light-green-cyan-background-color has-text-color has-background\"><em>Voraussetzungen f\u00fcr eine Integrationsma\u00dfnahme sind eine schon diagnostizierte Behinderung oder Beeintr\u00e4chtigung oder aber eine im Laufe der Kita-Zeit beobachtete Auff\u00e4lligkeit oder Entwicklungsverz\u00f6gerung. Wichtig ist hierbei eine gute Beobachtung des einzelnen Kindes. Im Vorfeld findet ein Termin mit dem Sozialamt in der Kindertagesst\u00e4tte statt, bei dem die zust\u00e4ndigen Mitarbeiter das Kind beobachten und anschlie\u00dfend mit den Eltern und den p\u00e4dagogischen Fachkr\u00e4ften der Gruppe besprechen, ob eine Integrationsma\u00dfnahme in Frage kommt (Beobachtung nach Punktesystem). Bei Genehmigung der Integrationsma\u00dfnahme erh\u00e4lt die Kindertagesst\u00e4tte zus\u00e4tzliche 13 Fachkraftstunden (f\u00fcr Unterdreij\u00e4hrige) bzw. 15 Fachkraftstunden (f\u00fcr \u00dcberdreij\u00e4hrige). Die Gruppengr\u00f6\u00dfe, der vom Kind besuchten Gruppe, wird reduziert (abh\u00e4ngig von der Zahl der Integrationspl\u00e4tze). Und den p\u00e4dagogischen Fachkr\u00e4ften werden zus\u00e4tzliche gezielte Fortbildungsma\u00dfnahmen angeboten und finanziert (z. B. Wahrnehmung, Heilp\u00e4dagogik, Sprache, Quint, usw.).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Im Inklusionsprozess sollen die behinderten Kinder keine \u201eSonderrolle\u201c annehmen, indem sie zur F\u00f6rderung aus dem Spielgeschehen herausgezogen werden. Die F\u00f6rderung geschieht im allt\u00e4glichen Zusammenleben mit den nicht behinderten Kindern unter Ber\u00fccksichtigung der besonderen Bed\u00fcrfnisse. Die F\u00f6rderschwerpunkte werden durch gezielte Beobachtungen, durch den Austausch im Gesamtteam, durch intensive Gespr\u00e4che mit den Eltern und mit den behandelnden Therapeuten ermittelt, in Hilfepl\u00e4nen f\u00fcr einen bestimmten Zeitraum festgelegt und regelm\u00e4\u00dfig reflektiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Inklusion bedeutet f\u00fcr uns: \u201eJedes Kind ist etwas ganz Besonderes und Einzigartiges.\u201c Bei uns haben alle Kinder die gleichen Rechte, n\u00e4mlich, dass sie ihre Verschiedenheit leben d\u00fcrfen: die Gr\u00f6\u00dferen, die Kleineren, die Kinder mit verschiedenen sozialen Hintergr\u00fcnden, die Kinder mit geistigen oder k\u00f6rperlichen Behinderungen, Kinder mit Entwicklungsverz\u00f6gerungen oder Verhaltensauff\u00e4lligkeiten, Kinder aus verschiedenen L\u00e4ndern und Kinder mit verschiedenen Religionen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Wir haben im Bereich der Inklusion eine wichtige Vorbildfunktion zu erf\u00fcllen, das hei\u00dft unter anderem zu zeigen, dass jeder anders sein darf und niemand ausgeschlossen wird, sondern ein Miteinander in allen Situationen m\u00f6glich ist. Alle Kinder mit ihrer individuellen Pers\u00f6nlichkeit sollen in alle Aktivit\u00e4ten mit einbezogen werden und entsprechend ihren Bed\u00fcrfnissen und F\u00e4higkeiten teilnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Unser Ziel ist es, dass die Kinder auf spielerische Weise ihre Handlungskompetenz erweitern. Durch die gemeinsame Betreuung lernen behinderte Kinder durch Nachahmung. Nichtbehinderte Kinder erfahren, dass jeder Mensch seine St\u00e4rken und Schw\u00e4chen hat. Sie lernen, dies zu akzeptieren und damit umzugehen. Alle Kinder bekommen bei uns die Zeit und den Raum f\u00fcr ihre eigene Entwicklung, um Geborgenheit und ein Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl zu erleben. Das Kind soll erfahren, dass es mit seiner Behinderung oder Entwicklungsverz\u00f6gerung als vollwertiger Spielpartner von allen Kindern akzeptiert wird. Die Kinder lernen fr\u00fchzeitig, ohne Vorurteile auf andere einzugehen, Hilfsbereitschaft gegen\u00fcber Schw\u00e4cheren zu zeigen und auch R\u00fccksicht auf Schw\u00e4chere zu nehmen. Inklusion sehen wir als Prozess, wobei der Weg das Ziel ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Bei uns bedeutet Inklusion auch das Akzeptieren von Unterschiedlichkeiten, den gegenseitigen Respekt und die Wertsch\u00e4tzung dem Anderen gegen\u00fcber. Jedes Kind wird da abgeholt, wo es steht und individuell gef\u00f6rdert. Unterschiedlichkeiten sind f\u00fcr uns etwas ganz Normales.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Begriff \u201eInklusion\u201c kommt aus dem Lateinischen und bedeutet \u201eEinbeziehung, Einschluss, Dazugeh\u00f6rigkeit\u201c. 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